Narkoseverfahren......![]()
Es gibt folgende Narkoseverfahren, die von uns im ambulanten Bereich verwendet werden
Algemeinanästhesie (Vollnarkose)
Regionalanästhesie (Plexusanästhesie)
Analgosedierung (Lokalanästhesie mit Sedierung)
eine Infusion und die intravenösen Narkosemedikamente verabreicht werden.
Bei kleineren und/oder nicht kooperativen Kindern kann die Narkose auch über das Einatmen eines
Narkosegases begonnen werden (Kindernarkose). Durch Gabe des Narkosemedikamentes wird ein tiefschlafähnlicher Zustand erreicht, in dem das Bewusstsein und durch Gabe zusätzlicher Medikamente
auch die Schmerzwahrnehmung ausgeschaltet sind.
a) Maskennarkose:
Bei sehr kurzen Eingriffen ist es manchmal ausreichend, wenn der Anästhesist den Patienten mit
einer Maske über Nase/Mund beatmet.b) Kehlkopfmaske / Larynxmaske
Die Kehlkopfmaske kommt bei kürzeren und dafür auch geeigneten Eingriffen als Alternative zur
Intubation zum Einsatz.c) Intubationsnarkose
Bei manchen Eingriffen, vor allem Eingriffen in der Zahnmedizin und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, muss ein weiches Röhrchen (Tubus) durch den Mund oder die Nase in die Luftröhre eingeführt werden (Intubation),
nachdem der Patient eingeschlafen ist. Hierzu verwendet der Anästhesist ein spezielles Instrumentarium, das Laryngoskop. Die Intubation erleichtert die Beatmung und stellt einen sicheren Schutz dar, dass weder Speichel, Flüssigkeiten oder Mageninhalt in die Lunge gelangen können (Aspiration).
Regionalanästhesie
Die Regionalanästhesie schaltet in bestimmten Körperabschnitten die Schmerzempfindung aus, nicht
aber das Bewusstsein.
Im ambulanten Bereich wird meist der Arm (Plexusanästhesie) betäubt. Als Medikament werden Lokal-
anästhetika verwendet und es können zusätzlich Beruhigungsmittel gegeben werden.
Die Plexusanästhesie eignet sich für Eingriffe an der Hand, am Unterarm und an bestimmten Arealen des Oberarmes.
den Arm versorgen ein Lokalanästhetikum injiziert. Das "Auffinden" der Nerven geschieht mittels eines Nervenstimulators, der Stromimpulse geringer Intensität abgibt. Der Patient merkt die korrekte Stimulation
an einem unwillkürlichen Zucken der Finger.
15-30 Minuten nach Injektion des Lokalanästhetikums wird der Arm warm und gefühllos, auch die motorische Bewegung ist ganz oder teilweise eingeschränkt. Diese Wirkung dauert eine bis mehrere Stunden. Der
Patient kann nun schmerzlos, aber bei Bewusstsein operiert werden.
Auf Wunsch kann der Patient während des Eingriffs ein Schlaf- und Beruhigungsmittel erhalten, um so den Eingriff nahezu zu "verschlafen".
Analgosedierung ist die gezielte Ausschaltung von Schmerz und Angst bei operativen Eingriffen durch die kombinierte intravenöse Verabreichung von Schmerz- und Schlafmitteln.
Je nach Dosis kann sowohl eine leichte Beruhigung als auch Schlaf erzeugt werden. Der Patient atmet bei
diesem Narkoseverfahren spontan, es findet keine Beatmung statt. Die Analgosedierung eignet sich vor
allem für Eingriffe in der Augenheilkunde und für spezielle Eingriffe in der Zahnmedizin.
Für alle von uns durchgeführten Narkoseverfahren gilt
• Kommen Sie unter allen Umständen nüchtern, d.h. 6 Stunden vor dem Eingriff dürfen Sie
nicht essen, rauchen, Kaugummi kauen, bis 2 Stunden vor dem Eingriff sind klare Flüssigkeiten
erlaubt.
• Sollten Sie regelmässig Medikamente einnehmen, so nehmen Sie diese bitte nach Absprache mit
dem Anästhesisten in gewohnter Weise ein.
• Nach der Narkose verweilen Sie noch ca. 1 Stunde in der Praxis / im Aufwachraum.
• Da Sie nicht straßenverkehrstüchtig und geschäftsfähig sind, müssen Sie nach der Behandlung
von einer zweiten Person nach Hause gebracht werden. Bitte denken Sie daran, dies rechtzeitig zu
organisieren. In Ausnahmefällen ist der Heimweg mit dem Taxi möglich.
• Sie dürfen 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, weder als Führer eines Kfz,
noch als Fußgänger!
• Sie sollten keine Maschinen bedienen und keine weitreichenden Verträge unterzeichnen!
• Bitte trinken Sie am Narkosetag keinen Alkohol und nehmen sie die verordneten Medikamente nach
Plan ein!